Archiv » Presseerklärung des OV Mönchgut – Granitz zum Kohlekraftwerk in Lubmin

Der Ortsverein Mönchgut – Granitz der SPD spricht sich gegen den Bau eines Kohlekraftwerks in Lubmin aus. Der Ortsvereinsvorsitzende, Peter Maurer, erklärt im Namen des Ortsvereins:

„ In unserer Region sind mit viel Mühe und viel Geld ca. 25.000 Betten für den Tourismus bereitgestellt worden. Private Unternehmer, Land und EU haben Milliarden Euro in den Aufbau der Infrastruktur, der Hotels und Pensionen investiert. Mehr als 10.000 Menschen auf Mönchgut und am Greifswalder Bodden leben direkt oder indirekt vom Tourismus. 

Tourismus ist ein sensibles Geschäft. Gäste entscheiden nämlich selbständig, ob sie nach Rügen und aufs Mönchgut kommen wollen oder nicht. Die Zeiten, zu denen jeder mehr oder weniger froh war, einen Ferienplatz an der Ostseeküste zu bekommen, sind vorbei, auch wenn es mancher Minister oder –präsident nicht erkennen will oder kann.

Der Betrieb eines Kohlekraftwerks in einem sensiblen Bereich wie der Region Vorpommern und Rügen belastet allein durch das gewaltige Bauwerk den Eindruck von Schönheit und Ruhe am Greifswalder Bodden. Egal, wie hoch die Belastung durch Schadstoffe letztendlich sein wird, Gäste reagieren emotional und werden die Gegend und speziell Mönchgut meiden.

Vor diesem Hintergrund ist es wirtschaftlicher Irrsinn, als verantwortliche Landesregierung dem Bau dieses Kraftwerkes vehement zu zustimmen. Wer als Politiker immer noch nicht den volkswirtschaftlichen Gesamtzusammenhang erkennt oder leugnet, ist nicht fähig, dieses Land zu regieren. Die Gefahr besteht, dass den Investitionen für das Kohlekraftwerk in Höhe von 2 Milliarden Euro ein Verlust an Arbeitsplätzen und Investitionen in gleicher Höhe gegenübersteht. Kein betriebswirtschaftlich denkender Mensch würde ein solches „Nullsummen-Spiel“ eingehen.

Wir solidarisieren uns mit der SPD Vorpommerns und der Bürgerinitiative Lubmin, die sich klar gegen das Kohlekraftwerk ausgesprochen haben.

Eingetragen am: 17. November 2007